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Integrative Tagesstätte Berchtesgaden in Gefahr
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Nach intensiven Gesprächen
lässt sich in Bezug auf die integrative Tagesstätte Berchtesgaden (ITB) Folgendes festhalten. Status Quo Ein Konstrukt wie die ITB gibt es im gesetzlich vorgeschriebenen Rahmen nicht. BIB-Info: Die ITB geht im Gegensatz zur selektiven Auswahl in so genannten Integrationsgruppen in Kindergärten und Schulen- vom förderbedürftigen Kind aus. Jedes Kind, egal welcher Behinderung, hat Anspruch auf eine Platz in der ITB. Die schwere der Behinderung darf kein Grund zur Nichtaufnahme sein. Dann wird versucht, die restlichen Plätze durch Regelkinder zu füllen und somit die integrative Förderung für alle zu bewirken. Die Heimaufsicht hat für die provisorische Einrichtung der ITB Obergrenzen festgelegt, nämlich maximal 8 Förderkinder und insgesamt maximal 12 Kinder sowie 2 Fachkräfte und eine Vollzeitpraktikantin. Der Bezirk Oberbayern tut sich daher schwer, eine Genehmigung und damit verbunden die finanzielle Unterstützung weiter zu tragen. BIB-Info: Die 6 Förderkinder und die 6 Regelkinder in der ITB verursachen weniger Kosten als nur diese 6 Förderkinder im HPZ, für die man dort den gleichen Personal- und Raumaufwand aufbringen müsste wie in der ITB. Die Gemeinde kann die Regelkinder bis jetzt kostenfrei in der ITB unterbringen. Ein weiterer Kostenvorteil entsteht durch den Wegfall der Beförderungskosten der Förderkinder, die vom Kreis zu tragen wären. Würde man z.B. die 6 Regelkinder in der ITB weglassen (ausgelagerte Tagesstättengruppe), würde einer Genehmigung nichts im Wege stehen. BIB-Info: Der Bezirk würde keine Einsparungen erhalten, da auch in diesem Fall der gleiche Personal- und Raumaufwand aufzubringen wäre. Vor allem stünde dies unseren Forderungen entgegen, nämlich nach neuesten pädagogischen Grundsätzen zu arbeiten, die durch wissenschaftliche und empirische Untersuchungen belegen, dass die integrative Förderung für Alle den höheren Output bringt und zudem noch kostengünstiger ist.
Zukunft BIB-Info: Empirische Untersuchungen belegen, dass eine integrative Förderung global gesehen die billigere Lösung ist! Dazu ist es aber zwingend erforderlich, auch global zu denken, zu verhandeln und Lösungen zu finden. Selbstverständlich bemängelt der Bezirk Oberbayern, wenn er in seiner Finanzierung der ITB allein gelassen wird und die Gemeinde freut sich, die Regelkinder günstig bis jetzt kostenfrei- untergebracht zu haben. Der Kreis wird zusätzlich entlastet, da er für die Förderkinder keine Beförderungskosten ins HPZ nach Piding aufbringen muss. Daher ist es sinnvoll, dass all diejenigen, welche von der ITB profitieren, sich auch an den Kosten beteiligen. Wird eine Kostenbeteiligung seitens der Verursacher erwirkt in
erster Linie eine Kostenbeteiligung der Gemeinde-, steht einer dauerhaften
Genehmigung durch den Bezirk Oberbayern für die ITB nichts mehr im
Wege. BIB-Info: Eine globale Kostenbeteiligung nach dem Verursacherprinzip bzw. eine Umlagerung der Ersparnisse (Bezirk Oberbayern, Gemeinden, Kreis und Schulamt) gilt es anzustreben. Hier muss ein überregionaler Konsens gefunden werden. Die Gemeinde Berchtesgaden konnte im Wemholz ein Grundstück vergünstigt
(50%-iger Preisnachlass) mit der Auflage kaufen, dort eine Kindergarteneinrichtung
zu installieren. Die Gemeinde möchte aber keine eigene Einrichtung
bauen. Voraussetzung: Eine zu beantragende (wiederholte) Fristverlängerung der Nutzungsbedingungen muss bis zum 23.07.2002 beim Vermögensamt durch die Gemeinde Berchtesgaden erwirkt werden, da sie sonst den vergünstigten Anteil an den Grundstückskosten nachzahlen muss (danach könnte die Gemeinde frei über das Grundstück verfügen). Der Bezirk Oberbayern und das HPZ erklärten sich bereit, die Gemeinde mit einer Absichtserklärung zur Errichtung eines Neubaus für die bestehende ITB im Wemholz bei dem Verlängerungsantrag zu unterstützen. Das HPZ erklärt sich nach wie vor bereit, die provisorische Lösung
der ITB im Nonntal (nach erfolgreicher Genehmigung seitens des Bezirks
Oberbayern) in eine endgültige Lösung überzuführen.
Hierzu liegen Planungen für einen Neubau im Wemholz vor (Architekt
Putz), die eine flexible Lösung (Aufnahme der jetzigen Gruppe sowie
problemlose Erweiterung) bereithalten. Ein Großteil der Baufinanzierung
wird seitens des HPZ zur Verfügung gestellt. |